kurz RZ (auch Datacenter oder Data Centre)
Ein Rechenzentrum ist eine Räumlichkeit oder ein Gebäude, in dem Rechner- und Speichersysteme sowie die notwendige IT- und TK-Infrastruktur unterhalten werden, um automatisiert große Datenmengen zu verarbeiten oder zur Verfügung zu stellen.
Hinsichtlich der Betreiber unterscheidet man drei Arten:
- Interne Rechenzentren werden von Unternehmen oder Organisationen in Eigenregie betrieben.
- Schließen sich mehrere Unternehmen – beispielsweise in einem Verband – zum Betrieb zusammen, spricht man von einem Gemeinschafts-Rechenzentrum.
- Externe Rechenzentren werden von Anbietern unterhalten, die sich auf deren Betrieb spezialisiert haben und diese Dritten gegen Entgelt zur Verfügung stellen.
Die Angebote von externen Rechenzentren sind sehr unterschiedlich: So gibt es etwa Rechenzentren speziell für
Colocation oder Hosting. Ergänzend dazu bieten externe Rechenzentrums-Betreiber oft komplementäre Dienstleistungen an, beispielsweise Monitoring, System-Management oder Datensicherung (Backup).
Garantierte Verfügbarkeit, Skalierbarkeit und volle Kostenkontrolle führen bei vielen Unternehmen und Organisationen zu der Entscheidung, ihre Systeme in einem externen Rechenzentrum zu betreiben. Die Wahl des geeigneten Rechenzentrums sollte gut überlegt sein, wichtige Faktoren können dabei je nach Anforderung sein:
- Ausfallsicherheit (Verfügbarkeit in Service Level Agreements garantiert),
- die Anbindung an Carrier, Internet Service Provider (ISPs) und Internetaustauschknoten (Redundanz, Performance, große Auswahl an Partnern beziehungsweise benötigte Peering -Partner bereits vor Ort, Carrier-Neutralität),
- die Stromversorgung (Netzersatzanlage, redundante USV-Systeme, geeignet für High-Density-Konfigurationen),
- die Klimatisierung (redundante Versorgungssysteme, Freikühlung),
- moderne Brandfrühesterkennungs- und Brandbekämpfungssysteme,
- hohe Sicherheitsstandards (Zugangsschutz, Überwachung – wichtig für Compliance),
- professioneller Service (rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr),
- Möglichkeit, flexibel zu wachsen und Leistungen individuell anzupassen,
- Zukunftssicherheit (regelmäßige Upgrades auf aktuellste Energieeffizienz- und Sicherheitsstandards),
- die Einrichtung des Gebäudes (zum Beispiel Doppelboden, Lagermöglichkeiten),
- Vertrauenswürdigkeit, Kompetenz und Krisenmanagement des Rechenzentrums-Betreibers,
- Zertifizierungen (zum Beispiel ISO 27001, BS 25999) und
- verkehrsgünstige Lage (Erreichbarkeit, räumliche Nähe zum eigenen Standort).